Aqaba ReiseinfosTop 5 Tauch Spots

Photoreportage Aqaba

Eine moderne Metropole am Roten Meer, in der das Leben pulsiert. Ein Schiffswrack und ein Panzer, die Taucher magisch anziehen. Und Weltkultur-Monumente in der Wüste, die in Staunen versetzen. Tauchen Sie ein ins Königreich Jordanien. Unsere Aqaba Reise auf den Spuren von "Lawrence von Arabien" in Bildern erzählt ...

Mit 27 Tauchplätzen, ungefähr 500 Fischarten, 127 Arten von Steinkorallen und 300 Arten von Weichkorallen, die die Forscher im Golf von Aqaba gezählt haben, ist allerdings schon jetzt genug zu sehen. Nicht zu vergessen bei der Top-Tauchinfrastruktur sind die jordanischen Basen mit eigenem kleinen Resort am South Beach von Aqaba.

Das moderne Aqaba hat aber nicht alle Spuren seiner reichen Geschichte verdeckt. Die byzantinische Stadt Aila, die zirka 400 n. Chr. errichtet wurde, bringt immer wieder neue archäologische Ausgrabungen zu Tage. Die Mameluckenfestung, besser bekannt als »Aqaba Castle«, blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Nicht weit entfernt befindet sich auch das Museum, das einen Einblick in die Vergangenheit der Stadt als Handelszentrum gewährt. Ein kostbares Stück ist der Meilenstein der römischen Via Nova Traina mit der Inschrift, die besagt, dass  Kaiser Trajan die Straße von Syrien ans Rote Meer bauen ließ und für den Verkehr freigab. 

Hier lang! Unsere Tour.

Von Aqaba ins Wadi Rum und UNESCO Welterbe Petra. Wer einmal Wadi Rum erlebt hat, den lässt es nicht mehr los. Nach der Tour wird verständlich, was Lawrence von Arabien meinte, als er diese Wüstenlandschaft als »weitläufig, einsam und gottähnlich« beschrieb. 

Im Goldenen Dreieck

Ein Ausflug führt uns auf der »Wüstenautobahn« zum Wadi Rum. Man sieht die Gleise der legendären »Hedschas-Bahn«, die Stadt Ma‘an, viel Obstanbau und Bananenplantagen. Hier und da liegt eine tote Ziege, ein totes Kamel. Dazwischen immer wieder die schwarzen Zelte der Beduinen. Endlich öffnet sich in einer Kurve der erste Blick auf Wadi Rum und das grandiose Massiv der »Sieben Säulen der Weisheit«.

Wenn man diese Tour plant, sollte man unbedingt in Erwägung ziehen, hier eine oder mehrere sternenklare Nächte im Beduinencamp »Rahayeb« zu verbringen. Auch Kinder können hierhin ohne weiteres mit. Das kommt dann im nächsten Schulaufsatz zum Thema »was habt Ihr in den Ferien gemacht« bestimmt sehr gut.

Und egal, ob man mit dem Jeep fährt oder sich per Wüstenschiff durch den roten Sand und die bizarren Felsformationen schaukeln lässt: Wer einmal Wadi Rum erlebt hat, den lässt es nicht mehr los. Beim Verlassen muss der Fantasie-Modus erst wieder in den Realitäts-Modus gewechselt werden. Nicht einfach. Nach der Tour wird verständlich, was Lawrence von Arabien meinte, als er diese Wüstenlandschaft als »weitläufig, einsam und gottähnlich« beschrieb. 

Romantik bei Petra

Fast jeder hat schon von der antiken Felsenstadt Petra gehört, dem UNESCO Welterbe. Und trotzdem ist Petra mit seiner grandiosen Schatztruhe bis heute noch teils unerforscht. Bei Nacht, im Licht von tausend Kerzen, ist der Besuch dort ein romantisches Erlebnis. Selten aber besuchen Touristen das nur wenige Kilometer entfernte »Little Petra«. In der Schlucht finden sich zahlreiche Höhlen, Nischen und Fassaden. Steile Treppen führen nach oben – vermutlich zu hochgelegenen Wohnungen oder Opferplätzen. 

Und wer hat schon vom Al-Shobak Castle gehört? Die Jordan Heritage Revival Company nimmt die Besucher dort auf eine Reise in die Vergangenheit mit. Die Company ermöglicht in Ruhestand getretenen Soldaten, die Burg mit interessanten Spielen und Erzählungen zum Leben zu erwecken. Uns wird angeboten, eine Nacht in dem gegenüber liegenden Hotel Montreal zu verbringen. 

Dort lernen wir Mister Ameen kennen. Er wohnt im Dorf Al Mqaria nicht weit entfernt, wo sich alte Schlammhäuser befinden, die vor etlichen Jahren noch von seiner Familie bewohnt wurden. Jetzt sind sie verlassen und zu einer Touristenattraktion geworden. Wir haben in den letzten Tagen viel Gastfreundschaft erlebt und dürfen erneut aus erster Hand erfahren, wie traditionell die Jordanier leben. Mister Ameen begrüßt uns mit Tee, und wir werden zum Essen eingeladen.

Es gibt das Nationalgericht »Mansaf«, das seine Frau zubereitet hat. Ein großes Tuch ist auf dem Boden ausgebreitet. Gemeinsam mit der Familie sitzen wir um einen großen Topf mit Lamm und Reis. Messer und Gabel lehnen wir ab, denn wir wollen wie die Jordanier essen.  Immer wieder werden uns die besten Fleischstücke zugeschoben. Später erfahren wir, dass das aus Respekt dem Gast gegenüber gemacht wird. 

Vom Berg Nebo, wo Moses auf das Gelobte Land blickte, bis hin zum Toten Meer lassen wir unsere Rundreise bei einer Übernachtung im Mövenpick Resort Revue passieren. Wir sind begeistert und zufrieden, dass ein Aufenthalt in Aqaba nicht »nur« für Fans des Tauchsports zu einem atemberaubenden Abenteuer wird.